Direkt zum Hauptbereich

Abschied ✈ und Ankunft

Desto näher der Abflugtermin rückte, desto klarer wurde mir, auf was ich mich eigentlich eingelassen hatte. Fast ein ganzes Jahr ohne Eltern und Geschwister, weit weg von Zuhause, in einer fremden Familie, in einem Land in dem ich vorher noch nie wirklich war. Tja, aber jetzt gab es kein zurück mehr also musste ich das Beste daraus machen.
Aufeinmal vielen mir so viele Leute ein, die ich noch vor meiner Abreise sehen musste und obwohl ich gut geplant hatte, fehlten mir noch einige Sachen für meinen Koffer. Ich traf mich mit fast all meinen Freunden und hatte in dem kurzen Zeitraum eine super Zeit mit allen! Inklusive vielen neuen und tollen Erinnerungen.
In dem Moment indem man sich verabschiedet, kann man sich nicht vorstellen all diese Leute, die man fast täglich sieht, für ein Jahr nicht wiederzusehen. Gerade dann fällt der Abschied ziemlich schwer.
Als dann endlich das Gewicht der Koffer passte und wir zum Flughafen fuhren war ich aufgeregt aber auch traurig. Alles ging ziemlich schnell und schon fand ich mich bei der Verabschiedung von meiner Familie und einer meiner besten Freundinnen wieder. Das Gefühl kann man garnicht beschreiben, aber es ist wie ein komischer Mix aus Vorfreunde, etwas Angst weil einem klar wird, dass man einfach nach Kanada geht, und trauer weil man jetzt schon das Zuhause vermisst. Nach der Sicherheitskontrolle ging es in den Flieger und mit einem Fensterplatz nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen haben sich alle schnell Essen und Snacks gekauft. Unsere Flugbegleiterin von der Organisation war so unfähig, dass sie 30 Minuten vorm Boarding noch 10 Leute vermisste. In letzter Minute klappe alles und die knapp 10 Stunden Flug nach Vancouver konnten beginnen. Ich saß zwischen zwei Anderen und hatte das Problem, dass ich mich nicht wirklich irgendwo anlehnen konnte. Neben mir saßen Austauschschüler aus Deutschland. Wir spielten Spiele auf den Bildschirmen und ich schaute ein paar Filme, denn ich konnte nicht schlafen. Der Flug zog sich echt hin. Doch das ging auch vorbei und wir landeten in Vancouver.
Wir hatten eine leichte Verspätung und mussten uns beeilen. Formulare ausfüllen, Reisepass zeigen, erklären wieso wir da sind, Koffer suchen, zur Immigration rennen. Die Immigration war mit der stressigste Teil, weil unsere Flugbegleitung und nicht wirklich half und wir echt lange in der Schlange stehen mussten. Reisepass und Study Permit abgeben und gegen eine Mini-Wartenummer eintauschen. Inzwischen hatten wir echt ernsthaften Zeitdruck denn unser Flug nach Victoria ging in ungefähr 30 Minuten. In letzter Sekunde bekamen wir das Visum, holten unsere Koffer und rannten durch den ganzen Flughafen zum Check-in. Vom Check-in zur Kofferaufgabe, weiter zum Gate und am ersten Tim Hortons vorbei zum Boarding. Das Propellerflugzeug war winzig und es waren um die 30 Plätze darin. Start, Flug, Landung und Minuten später waren Peter, Catalina, Lily, Jil und Ich an unserem Endziel und neuem Zuhause für die nächste Zeit angekommen.
Alle Gasteltern warteten schon draußen und auch mein Gastvater wartete mit meinem Namensschild auf mich und wir fuhren zum Haus der Familie.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

West Coast Trail 🌊

In der zweiten Oktoberwoche fuhr ich mit meiner P.E. class auf einen Camping trip and die Westküste von Vancouver Island. Der Trip ging vom Donnerstag bis zum Samstag und machte unglaublich viel Spaß! Wir fuhren ungefähr zwei Stunden mit einem typischen gelben Schulbus voll mit Rücksäcken und Schülern über Highways und über Waldwege zu einem Strand an der West Coast. Dort angekommen setzten wir uns unsere überdimensionalen Rucksäcke auf, welche knapp 30kg wogen, und liefen los. Wir liefen an Steinsträngen, Klippen und blauem Wasser vorbei, bis wir endlich an dem nächsten Strand ankamen. Dieser Strand war zwar nur rund 6km entfernt, aber der Weg dahin war mit 30kg Rücksäcken, rutschigen, matschigen und sehr steilen Pfaden echt nicht einfach. Am Strand angekommen, bauten wir unsere Zelte auf und kochten uns auf winzigen Campingkochern unserer Abendessen. Mit dem Abend kommend verfärbte sich der Himmel in unglaublic...

Elk Lake und Beaver Lake 📸

My 1st Day of School in Canada

Schneller als gedacht kam der erste Schultag an meiner High School in Kanada auf mich zu. Da ich in der 11 Jahrgangsstufe war, began die Schule für mich am Mittwoch dem 6. September um 12 Uhr. Zur Schule fuhr mich mein Gastvater gemeinsam mit meiner chinesischen Gastschwester Yi. An der Schule angekommen setzte uns unser Gastvater an der Bushaltestelle ab und Yi und ich betraten das Schulgebäude. Die Einfahrt der Schule Mein Jahrgang traf sich im Theater und Yi`s Jahrgang (10) traf sich in der großen Turnhalle. Im Theater angekommen suchte ich mir einen Sitzplatz und es wurde über den Schulablauf, den Code of conduct, den Stundenplan, die Kurswahl und vieles weiteres Informiert. Am Ende mussten wir ein paar Blätter unterschreiben und zu unserem Homeroom gehen. Jeder Schüler hat einen Homeroom und einen Homeroom Lehrer. Im Homeroom werden den Schülerinnen und Schülern Infos, Dokumente und Unterlagen für die Eltern ausgehändigt. Ich würde einen Homeroom Teacher mit einem T...